Donnerstag, 7. Februar 2013

Stoffe: Materialinfos zur Beschaffenheit

Im Folgenden werde ich Euch so gut es geht die Unterschiede bzw. die verschiedenen Merkmale zu diversen Stoffarten vorstellen:


Naturfasern:

BAUMWOLLE

Baumwolle ist wenig elastisch, werden leicht fusselig, sind aber trocken und nass gleich reißfest; Baumwolle ist gut zu bleichen und zu färben, außerdem ist sie filz frei.


LEINEN

Dieser Stoff hat einen kühlen Griff, ist steif und wenig geschmeidig; angenehmer Glanz, Leinen ist nicht dehnfähig, wärmehaltend und gering saugfähig; es ist glatt und leicht zu reinigen, flust nicht und nimmt nur wenig Schmutz auf. Leinen ist schwer zu färben und es gibt einen Gewichtsverlust bei der maschinellen Vollbleiche.


SEIDE

Seide ist leicht und geschmeidig. Sie knittert in unerschwertem Zustand kaum, ist sehr fest und besitzt einen edlen Glanz. Seide ist sehr weich, hat eine hohe Wärmeisolierung und ist gut zu färben. Seide ist empfindlich gegen Körperschweiß und Sonnenbestrahlung.

- hohes Dehnungsvermögen ( bis 15%),
- feutigkeitsanziehend ( bis 30% Aufnahmefähigkeit ohne sich naß anzufühlen),


VISKOSE

Viskose kann man sehr gut gleichmäßig färben. Viskose ist stark säureempfindlich, besitzt eine geringe Naßfestigkeit, ist aber leicht entflammbar. Viskose ist gut zu kreppen und zwirnen, hat einen weichen Fluß und besitzt viele Glanztypen.



WOLLE

Grundarten sind Merino, Alpaka, Mohair, Kaschmir, Kamelhaar, Angorawolle.

Eigenschaften der Faser:Wolle besitzt eine starke Dehnbarkeit und Sprungkraft bei einer geringen Festigkeit. Sie knittert selten und ist i.d.R. sehr weich. Wolle besitzt eine starke Verformbarkeit unter Einfluss von Wärme, Feuchtigkeit und Druck; hat ein hohes Wärmerückhaltevermögen, dauerhafte Kräuselung und eine hohe Anfälligkeit gegen Mottenfraß.


Chemiefasern:

POLYACRYL

Bei Polyacryl ist die Feuchtigkeitsaufnahme mit 1-2% eher gering, so daß hieraus gerne Kleidung gestrickt wird. Die Quellfähigkeit, hohe elektrostatische Aufladung, gute elektrische Isolierfähigkeit, tragen ebenso zur Beliebtheit bei, wie die Hitze- und Lichtbeständigkeit und das hohe Wärmerückhaltevermögen.



POLYAMID

Polyamide besitzen die höchste Festigkeit aller Textilrohstoffe unter den Synthetics, sind mottensicher, laugen-, seewasser- und fäulnisfest und außerdem gut plissierbar und dauerbiegebeständig.



POLYESTER

Polyester ist ein vollsynthetischer Faserstoff. Polyester ist thermisch unempfindlich, knitterresistent und formbewahrend.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Stoßdämpfersocken für RC Modellbau Autos

Da ich das Wochenende über mit hohem Fieber, Hustenanfällen und tränenden Augen auf der Couch verbracht habe, war mein Mann diesmal fleißig und hat sich selbst Stoßdämpfersocken genäht:


Sobald mein Auto fertig ist, unsere Tochter bei meiner Mutter und ich wieder fit, werde ich dann auch mal mit selbstgemachten Stoßdämpfersocken Probefahren ;-)



Wer von Euch (Mädels) nicht versteht, wovon ich spreche: Es handelt sich hierbei um Stoff, der sehr elastisch ist und auch Hitze abkönnen muß.

Oben seht ihr die Dämpfersocken im überzogenen Zustand. Einmal links bereits im Zubehörteil eingebaut und rechts einmal nur um die Feder drüber.


Um die Flexibilität zu gewährleisten, wird immer ein gutes Stückchen mehr ausgeschnitten und zusammengenäht, wie die Feder groß ist. Der überschüssige Teil wird dann entsprechend einfach "hineingestopft".

Wie immer gilt: Bei Interesse einfach eine email an uns schreiben und ich erstelle gerne Dämpfersocken nach Kundenwunsch (wählbar in Größe und Farbe).

Montag, 28. Januar 2013

Häkeln lernen: Abkürzungen der Fachbegriffe

Beim Häkeln werden u.a. viele Fachbegriffe verwendet. Wer Anleitungen zu Häkelmustern sucht, findet meist auch viele Abkürzungen, die verwendet werden.

Im Folgenden habe ich Euch mal die wichtigsten zusammengefaßt:

Abn         - Abnahme(n)
abn          - abnehmen
Anf          - Anfang
abw          - abwechselnd
ausl          - auslassen
beg           - beginnen
DStb        - Doppelstäbchen
dreif Stb   - Dreifachstäbchen
Fd             - Faden
fM            - feste Masche(n)
fortl          - fortlaufend
fortf          - fortfahren
Hin-R       - Hinreihe
HF            - Hauptfarbe
hStb          - halbe(s) Stäbchen
Kettm       - Kettmasche
KF            - Kontrastfarbe
Lfm           - Luftmasche
Lfm-Schl  - Luftmaschenschlaufe
Lfm-Zwr   - Luftmaschenzwischenraum
li                - links / linke(r)
M               - Masche(n)
Mst             - Muster
P                 - Pikots (Mausezähnchen)
R                 - Reihe
restl             - restliche
Rück-R       - Rückreihe
Rd               - Runde
RS               - RückseiteSchl             - Schlinge
Stb              - Stäbchen
U                 - Umschlag
zun              - Zunehmen
zus abgem   - zusammen abgemacht
zus abm       - zusammen abmaschen
VS               - Vorderseite
W-Lfm        - Wendeluftmasche(n)
wdh             - wiederholen
Zun             - Zunahme(n)
zun              - zunehmen
Zwr             - Zwischenraum

Samstag, 26. Januar 2013

Strick-Wissen: Strickmuster richtig lesen

Wenn man sich Wissen über' s Stricken zB. aus Büchern oder aus dem Internet beibringen möchte, muß man sich zwangsläufig damit befassen, wie man Strickmuster richtig liest:


Strickmuster gibt es in verschiedenen Formen: Manche werden einfach mit "re" und "li" (rechte und linnke Maschen) aufgeschrieben. Und es wird geschrieben, wann man die Masche fallenläßt. In diesem Fall ist es einfach, der Anleitung zu folgen.

Man liest dann die "Hinreihen" von rechts nach links und die "Rückreihen" von links nach rechts.

Andere Strickmuster widerrum werden zB. mit Kästchen erstellt. Es gibt leere Kästchen und Kästchen mit einem Punkt drin.

Jedes Kästchen steht hierbei für eine Masche und jede Kästchenreihe steht für eine Maschenreihe.

Ein leeres Kästchen in der "Hinreihe" entspricht einer rechten Masche, ein Kästchen mit Punkt einer linken Masche.

In der "Rückreihe" ist es genau umgekehrt: Ein leeres Kästchen entspricht hier einer linken Masche, ein Kästchen mit Punkt einer rechten Masche.


Bei "Lochmustern" werden die Maschen, die fallengelassen werden, komplett ausgemalt.


Strick-Wissen: Begriffe beim Stricken

Wenn ihr gerade erst mit dem Stricken beginnt, müßt ihr noch einiges über die verwendeten Begriffe lernen.

Denn nur so könnt ihr Euch Euer neues Wissen beispielsweise aus einem Buch oder aus dem Internet richtig aneignen und so auch Anleitungen für Fortgeschrittene verstehen.



Maschen
Maschen sind die kleinen "Schlingen", die um die Sricknadel herum entstehen, wenn ihr strickt.

Rechte Maschen
Rechte Maschen sind Maschen, bei denen der Faden von hinten (hinter der Nadel) nach vorne durchgezogen wird.

Linke Maschen
Linke Maschen sind Maschen, bei denen der Faden von vorne (vor der Nadel) nach hinten gezogen wird.

Glatt rechts
Die "Hinreihe" wird komplett mit rechten Maschen gestrickt. Die "Rückreihe" wird komplett mit linken Maschen gestrickt.

Kraus gestrickt
Hierbei werden immer wieder abwechselt linke und rechte Maschen in der Hin- und Rückrunde gestrickt.

Bündchenmuster
Beim Bündchenmuster strickt man abwechselnd in jeder Reihe immer wieder eine rechte Masche und eine linke Masche über die gesamten Hin- und Rückrunden.

Tipp:
Wer generell das Muster etwas breiter haben möchte, kann auch anstatt immer zB. eine rechte, eine linke Masche zu stricken, alles doppelt nehmen: also 2 rechte Maschen, 2 linke Maschen im Wechsel.


Abketten
Als "Abketten" wird die Technik beschrieben, wie man, nach vollendeter Arbeit, einen sauberen Abschluß strickt.

Strickmuster
Strickmuster gibt es in verschiedenen Formen: Manche werden einfach mit "re" und "li" (rechte und linnke Maschen) aufgeschrieben.

Andere Strickmuster widerrum werden zB. mit Kästchen erstellt. Es gibt leere Kästchen und Kästchen mit einem Punkt drin. Wie ihr Strickmuster richtig lest, erfahrt ihr >> hier <<.

Externe Links zu tollen Seiten übers Stricken

Im Folgenden findet ihr ein paar Links zu anderen tollen Seiten, die sich mit dem Thema Stricken beschäftigen. Bitte beachtet hierzu unseren Disclaimer:

Brigitte.de

Für Sie
Anleitung Handarbeit
100 Häkelanleitungen
Stricken lernen.info
Burda Style
Stricken mit Strickanleitung



Strick Tutorial - Teil 4: Maschen links

Ihr könnt nun Maschen anschlagen und rechte Maschen erstellen. Lernt nun hier, wie ihr linke Maschen erstellt:


Im Gegensatz zu den rechten Maschen, wird der Faden, der mit dem Garn-Knäul verbunden ist, bei den linken Maschen VOR die linke Stricknadel genommen. Wickelt ihr wieder 2x um den linken Zeigefinger und haltet etwas Spannung. Schiebt dann die rechte Stricknadel vor der linken Nadel hinter diesen Faden und durch die erste Masche.



Wickelt dann den Faden von hinten nach vorne (untenherum) einmal um die rechte Stricknadel. Haltet alles mit dem rechten Zeigefinger fest und zieht vorsichtig den Faden durch die Öffnung: 
 
 

Nun hebt ihr den "Rest" einfach über die linke Nadel ab. Haltet dabei bitte die beiden Maschen auf der rechten Stricknadel und die übrigen auf der linken Stricknadel mit dem Zeigefinger bzw. mit dem linken Mittelfinger fest.


Dann zieht ihr den Faden wieder vorsichtig (nicht zu fest!) an.


Wenn ihr abwechselt rechts, links die Maschen durch gestrickt habt, sollte Eure Stricknadel etwa so aussehen.